Weitere Infos zum Delfoss:
Die 1963 von Professor Karl Hartung, Berlin, für Wuppertal geschaffene Marmorplastik wurde - nachdem sie im Sommer 1964 auf der Documenta III in Kassel gezeigt worden war am 3. Juni 1966 am Haspel enthüllt.
Bei diesem Anlass sagte Beigeordneter Prof. Hetzelt:
" Für mich ist die Plastik, die ich vor Jahren entwickeln ließ, und die ihre erste Bewährungsprobe auf der Documenta in Kassel bestanden hat, ein Symbol der Bündelung, des harmonischen Zusammenfassens der Kräfte aus den noch immer lebendigen Gegensätzen der alten Stadtformen. Die Plastik in der Bündelung symbolisiert auch die gleichlautenden Tendenzen der Hinwendung der sie umgebenden Bauten an die Jugend" (1).
Die Plastik wurde nach dem Modell von Prof. Karl Hartung aus einem 3 x 1,5 m hohen Marmorblock herausgearbeitet. Der Monolith ruht mit seinem Gewicht von acht Tonnen auf einem Sockel von ca. l,20 x 1,20 m.
Diese Arbeit übernahm die Firma Zeidler & Wimmel in Kirchheim bei Würzburg. Die Gesamtkosten betrugen, einschließlich des Honorars für Prof. Hartung, ca. 65.000,- bis 70.000,- DM. Die Kunstkommission der Stadt Wuppertal stimmte im Januar 1963 der Vergabe des Auftrags an Prof. Karl Hartung einstimmig zu (2).
Der Name "Delfoss" - eine Wortschöpfung, die in keinem Lexikon zu finden ist - regte einen Journalisten zur Deutung an. Er schrieb: "Klingen in 'Delfoss' nicht Delphi und Delos zusammen, die beiden ranghöchsten Heiligtümer des Apollon? Unsere Plastik ist von apollinischer Helle und Klarheit; Licht und Sonne steigern ihre Lebendigkeit und Reize. In Delphi stand der Omphalos-Stein, der Nabel der griechischen Welt. Hat Wuppertal seinen Nabel, seinen Zirkelpunkt bekommen?" (4).
Quellen:
1) GA, 04.06.1966 (NRZ, WR, 04.06.1966), Katalog der Documenta III, Kassel, 1964, S. 238
2) StAW. Zg.Nr. 149/197, Sitzung der Kunstkommission am 16.01.1963, Pkt. 1, Drucks. 1/63
3) StA W, DV 883 b, Bauausschusssitzung am 27.04.1966, Pkt. 4 d; NRZ, 23.04.1966/ GA, 26.04.1966/04.05.1966/16.05.1966/ 21.09.1966
4) GA, 30.06.1966
Informationen freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Michael Gehrke, Stadt Wuppertal, Ressort 103.12.
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